Epochen der Aufklärung

Die Epoche der Aufklärung steht im Zeichen der Französischen Revolution. Hier beginnt eine der geschichtsträchtigsten Epochen überhaupt. Die Ideale der Revolution finden Eingang ins Denken und in die Literatur dieser Zeit, Vernunft- und Gleichheitsvorstellungen prägen die Epoche der Aufklärung. Man versucht, sich aus alten, überholten Glaubensmustern zu befreien, und unzeitgemäße Ideologien (wie religiöse Doktrin und absolutistische Herrschaftsmodelle) der Lächerlichkeit preiszugeben. Literatur hatte das erklärte Ziel, den Leser moralisch zu bessern. Immanuel Kants kategorischer Imperativ „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu gebrauchen“ wurde dabei zum Leitspruch. Bekanntestes literarisches Werk dieser Geschichtsepoche ist wohl Lessings „Nathan der Weise“. Die Ringparabel innerhalb der Geschichte vereint die Ideen der Französischen Revolution und gilt als Schlüsseltext der Aufklärung. Der Toleranzgedanke, dass alle Menschen vom Prinzip her gleich sind, findet sich auch in der Fabel, einer epischen Kleinform, wieder. Dabei handelt es sich um kurze Erzählungen, in denen Tieren bestimmte menschliche Charaktereigenschaften zugeordnet werden, und die moralische Fragestellungen aufwerfen. Ein typisches Merkmal der Fabel ist das Epimythion, ein abschließender moralischer Lehrsatz. Die Aufklärung findet auch beim surfen im Internet statt. Die Kinder werden auf gefahren aufmerksam gemacht, die das Internet in sich birgt. Bei Online Games sind die Risiken und Gefahren allerdings noch gering. Als Beispiel könnte man Ponyrama erwähnen.

Epochen des Sturm und Drang

Die Epoche des Sturm und Drang, die auch als Geniezeit oder Empfindsamkeit aller Epochen, bezeichnet wird, wurde vorwiegend von jungen Schriftstellern getragen und stellt die Erfahrung, das Gefühl und die Empfindsamkeit in den Mittelpunkt ihres Schaffens. Man lehnt sich gegen die Vätergeneration auf und bricht mit Regeln und Autoritäten. Empfindsame Lyrik zeichnet sich formal in erster Linie durch einen Bruch mit klassischen Versmaßen und Reimformen aus, inhaltlich thematisiert sie vorrangig die Gefühle. Wer sich mit Geschichte und Literatur des Sturm und Drang neben allen anderen Epochen beschäftigt, kommt an Johann Wolfgang Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ nicht vorbei. Im primär autobiografisch geprägten Briefroman erzählt der Autor die Geschichte eines jungen Rechtspraktikanten und seiner unglückliche Liebe zu Lotte, die mit seinem besten Freund verlobt ist. Der Protagonist, der seine Gefühle in einzelnen Briefen schildert, wählt am Ende den Freitod. Goethes Roman löste zur damaligen Zeit ein regelrechtes Wertherfiber aus. Junge Männer kleideten sich im Stile des Werther und identifizierten sich mit ihrem traurigen Helden. Die Selbstmordrate wuchs bedrohlich, so dass der Roman einige Zeit verboten wurde. „Die Leiden des jungen Werthers“ gelten als größter Medienskandal des 18. Jahrhunderts.

Epochen der Weimarer Klassik

Das zentrale Werk der Weimarer Klassik im Vergleich aller Epochen ist sicherlich Goethes „Faust“, es gibt vermutlich keinen Schüler, der dieses literarische Werk nicht ganz oder zumindest in Auszügen gelesen hat. Speziell Goethe und Schiller haben mit ihren Werken das Gedankengut dieser Epoche verbreitet, aber auch Autoren, wie Christoph Martin Wieland oder Johann Gottfried Herder, sind als Schriftsteller dieser geistigen Strömung zuzuordnen. In Rückbesinnung auf die Antike und die Ideen der Französischen Revolution entwickeln sie in Weimar und Jena ihre programmatischen Schriften. Im Zentrum steht das Humanitätsideal, für das Literatur und Kunst als mediale Vermittler dienen. Die ästhetische Erziehung des Menschen durchzieht ihre literarischen Werke. Mit einer Rückkehr zu antiken Dramenkonzeptionen (die durch Einheit des Ortes, des Raumes und der Zeit bestimmt werden) und festen Formregelungen in der Lyrik durchbrechen sie die Maßgaben des Sturm und Drang.